Im März 1902 fanden sich 40 überzeugte Arbeitersportler in dem damaligen Dorf Schwenningen zusammen und gründeten den Turnverein Jahn Schwenningen. Bereits einen Monat nach der Vereinsgründung war der Mitgliederbestand auf 80 gestiegen. Binnen 3 Jahren stieg der Mitgliederbestand auf 313 Aktive und 23 Jugendturner. Zu einer der erfolgreichsten Abteilungen im Turnerbund Jahn entwickelte sich die Akrobatengruppe.

1919 wurde die Fußballabteilung des Turnverbund Jahn gegründet. Diese entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zur einer der Besten in ganz Württemberg. Beispielsweise gewann sie bis 1928 6 oder 7 mal den Bezirksmeistertitel und drang 2 mal in das

Endspiel um die Württembergische Meisterschaft vor.

Ein unvergessliches Erlebnis für die Veteranen unseres Vereins stellt die Beteiligung an der Arbeiterolympiade vom 24. bis 28. Juli 1925 in Frankfurt dar. Der Turnerbund Jahn fuhr mit einer Musterriege nach Frankfurt, die einen ersten Preis und die Note sehr gut erhielt und damit einen Riesenerfolg feierte.

Im Jahre 1931 erhielt der Turnerbund Jahn seinen jetzigen Namen: "Freie Sportvereinigung Schwenningen", nachdem sich die Struktur des Vereins durch die Gründung der Abteilungen Akrobatik, Handball und Fußball vom reinen Turnverein wegorientiert hatte und man dem mit einem neuen Namen Rechnung tragen wollte. Ebenfalls in diesem Jahr schloss sich ein weiterer Arbeitersportverein den Jahnlern an. Ab diesem Zeitpunkt wartete die FSV-Schwenningen mit zahlreichen Veranstaltungen im Bereich des Wasser- und Wintersports auf.

Nach Beendigung des 2. Weltkrieges wurde der gesamte Sport in unserer Region durch die Weisungen der Besatzunsmacht Frankreich geregelt. Die einzelnen Vereine durften nicht wiedererstehen, sondern wurden zu einem Großsportverein, dem Verein für Leibesübungen (VfL) zusammengeschlossen. Nach Wegfall der Einschränkungen wurde 1951 die Freie Sportvereinigung neu gegründet.

Am 10./11. Juli 1965 wurde das Naturparkstadion im Rahmen eines Sportfestes seiner Bestimmung übergeben. Der an diesem Projekt eingeschlossene Bau einer 400 m Aschenbahn war fast ausschließlich der Verdienst des unvergessenen Ehrenmitgliedes Gustav Strohm, der mit einer Finanzspritze in Höhe von 50.000 DM dieses Vorhaben erst möglich machen.

Daraufhin wurde 1967 die Leichtathletikabteilung gegründet. Einstieg und Aufstieg dieser Abteilung waren einmalig. Mit einem wissenschaftlich fundierten und vorbildlich organisiserten Trainingssystem machte die Leichtathletikabteilung bald von sich reden: hier, in Würrtemberg, in Deutschland und auch bei europäischen Vergleichswettkämpfen und Meisterschaften zu denen FSV-Athleten vom deutschen Leichtathletikverband nominiert wurden.

In einer Festwoche wurden die hochmodernen Anlagen des Naturparkstadions 1970 ihrer Bestimmung übergeben. In den folgenden Jahren ging es dann mit dem Verein weiter steil bergauf. Die Mitgliederzahl stieg weiter an und der Verein wurde insbesondere durch die großartigen Leistungen der Leichtathleten und Rhönradturner in der ganzen Bundesrepublik Deutschland bekannt.

Nach der Einweihung der Anlagen wurde das sportliche Angebot erweitert und neue Großveranstaltungen in das Programm aufgenommen. So veranstaltet die FSV-Schwenningen seit dem Jahre 1971 regelmäßig Erwin-Schrenk-Gedächtnisturniere und gedenkt somit einem Manne, der sich um die Freie Sportvereinigung und hier insbesondere um die Fußballabteilung große Verdienste erworben hat.

1999 wurde die Abteilung Eishockey gegründet.